Werbung

18 Prozent mehr Lohn: Streik im Audi-Motorenwerk Györ beendet

Mitarbeiter in Györ hatten bei westeuropäischen Lebenshaltungskosten nur 1100 Euro brutto verdient / Streik sorgte für Ausfälle in Deutschland

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Györ. Aufatmen im VW-Konzern: Die Motorenbauer im ungarischen Audi-Werk Györ haben ihren Streik nach einer Woche beendet. Das Unternehmen habe der geforderten Lohnerhöhung um 18 Prozent zugestimmt, teilte die Gewerkschaft AHFSZ am Mittwoch mit. Audi betonte, die Produktion in Györ werde jetzt rasch wieder hochgefahren. Aber im Stammwerk Ingolstadt könnten die Bänder mangels Motoren frühestens an diesem Montag wieder anlaufen - bis dahin herrscht weiter Zwangspause.

Der eine Woche andauernde Streik in Györ traf auch das Porsche-Werk Leipzig, wo die Modelle Cayenne, Panamera und Macan gebaut werden, und im Volkswagen-Werk Bratislava den Bau der großen SUV-Modelle VW Touareg, Porsche Cayenne und Audi Q7. Dort seien bereits Schichten abgesagt worden, sagte eine Konzernsprecherin in Wolfsburg. Die Versorgungslage in Ingolstadt und Neckarsulm, wo die Produktion der großen Audi-Modelle bis Mittwoch noch lief, werde derzeit geprüft, sagte ein Audi-Sprecher.

Im Audi-Werk Györ bauen 12.000 Audi-Mitarbeiter jährlich rund zwei Millionen Benzin-, Diesel- und neuerdings auch Elektromotoren sowie gut 100.000 Audi A3 und TT. Die VW-Tochter Audi beschäftigt rund 13.000 Menschen im Motorenwerk in Györ. Die Gewerkschaft AHFSZ hat dort nach eigenen Angaben rund 9000 Mitglieder. Weil die Motoren fehlten, konnten allein in Ingolstadt deutlich mehr als 10.000 Autos der Baureihen A3, A4, A5 und Q2 nicht gebaut werden, sagte ein Sprecher.

Audi hatte zunächst 10 Prozent mehr Lohn in diesem und im nächsten Jahr angeboten, die ungarische Gewerkschaft setzte schließlich 18 Prozent mehr durch. Die IG Metall Bayern hatte sich solidarisch mit den Streikenden erklärt und Billiglöhne kritisiert: Die Montagemitarbeiter in Györ verdienten durchschnittlich 1100 Euro brutto im Monat bei Lebenshaltungskosten wie in Westeuropa. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen