Werbung

Was nun, Herr Scheuer?

Kurt Stenger über die innerstädtischen Luftmessdaten für das Jahr 2018

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Hand aufs Herz - die ersten Ergebnisse der Luftmesswerte in deutschen Städten für 2018 können niemanden überrascht haben. Seit dem Bekanntwerden des Dieselskandals vor bald dreieinhalb Jahren ist wenig passiert, um die Stickoxidemissionen spürbar zu verringern - und so liegen 35 Städte über dem, was maximal zulässig ist. Wenn später im Jahr alle Daten ausgewertet sind, dürfte die Liste noch länger werden.

Es ist skandalös, dass dies einfach so hingenommen wird. Die Verharmloser behaupten, manche Messstationen stünden zu nahe an der Straße. Andere halten die (seit Langem erwiesene) Gesundheitsgefährdung durch Stickoxide für zweifelhaft. Wieder andere wollen die Kritiker mundtot machen. Und die Speerspitze der Bewegung, Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), lobbyiert in der EU für eine Absenkung der Grenzwerte - Motto: Wenn die Luft nicht besser wird, dann muss dies legalisiert werden.

Trotzdem kann nicht einmal ein Scheuer die neuen Zahlen vom Tisch wischen. Da sich die Messwerte 2018 kaum von denen 2017 unterscheiden, ist nämlich eines nunmehr zweifelsfrei belegt: Die von Autoindustrie und Regierung als wichtigste Luftverbesserungsmaßnahme angepriesenen Software-Updates von Dieselfahrzeugen sind wirkungslos. Daher wird es noch mehr lokale Fahrverbote geben müssen. Was nun, Herr Scheuer?

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!