Deutsche Bank bleibt Antworten schuldig

Der Geldwäschebeauftragte der Skandalbank wich den Fragen des Europaparlaments aus

  • Von Peter Eßer, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ob Geldwäsche, dubiose Finanztricks oder Steuerhinterziehung - bei kaum einem der zahlreichen Finanzskandale der letzten Jahre war die Deutsche Bank nicht beteiligt. Der Ruf der einstigen Vorzeigebank ist längst ramponiert und Strafzahlungen in Milliardenhöhe setzen dem größten deutschen Kreditinstitut zu. Nun hat auch das EU-Parlament den Druck erhöht: Stephan Wilken, Geldwäschebeauftragter der Deutschen Bank, musste sich am Montagabend in Brüssel den Fragen des Parlamentsausschusses für Finanzkriminalität, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung stellen.

Hauptanlass für die Vorladung war die Verwicklung der Deutschen Bank in den Geldwäscheskandal um das dänische Geldhaus Danske Bank. Der Skandal ist der womöglich größte Fall von Geldwäsche jemals: Über eine Filiale der Danske Bank in Estland wurden zwischen 2007 und 2015 wohl bis zu 200 Milliarden Euro aus osteuropäischen Ländern gewaschen und in die USA überwiesen. Zahlungsempfänger...


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