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Trotz Missbrauchsvorwürfen und Petition: R. Kelly-Konzert soll in Bayern stattfinden

Zwei Deutschland-Konzerte des umstrittenen R&B-Sängers verhindert / Ein Auftritt soll stattfinden

  • Lesedauer: 1 Min.

Neu-Ulm. Nachdem ein Konzert des umstrittenen R&B-Sängers R.Kelly im baden-württembergischen Sindelfingen aufgrund von Protesten abgesagt wurde, soll er nun in Bayern auftreten. Für den 12. April ist ein Auftritt in Neu-Ulm geplant. Die Homepage der Ratiopharm Arena in der schwäbischen Stadt bewirbt das Konzert, Tickets sind für rund 100 Euro zu haben. Eine Sprecherin der Arena bestätigte am Donnerstag den geplanten Auftritt des Musikers, der in den USA unter Verdacht steht, mehrfach Minderjährige missbraucht zu haben.

Eine Online-Petition mit inzwischen mehr als 41.000 Unterzeichner*innen hatte das geplante Konzert in Sindelfingen bei Stuttgart verhindert. Auch Ludwigsburg hatte einen geplanten Auftritt R. Kellys aufgrund der Missbrauchsvorwürfe abgesagt. Hamburg will R. Kelly weiterhin am 14. April auftreten lassen. Die Initiator*innen der Petition rufen dazu auf, auch die Konzerte in Neu-Ulm und Hamburg zu verhindern.

In einer US-amerikanischen TV-Dokumentation hatten im Januar etwa 50 Frauen davon berichtet, wie der Sänger sie sexuell und psychisch missbraucht, zu Pornographie genötigt oder als Sexsklavinnen ihrer Freiheit beraubt hatte. Die Vorwürfe reichen bis in die 1990er Jahre zurück. Kelly hat diese mehrfach abgestritten. dpa/nd

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