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Klasse(n) Bildung

Eine Milliarde Euro sind viel Geld, doch für das unterfinanzierte deutsche Hochschulsystem allenfalls ein Almosen. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, mag noch so diplomatisch von einem »ersten, notwendigen Schritt« sprechen, die Tatsache, dass Bund und Länder mit dem Hochschulpakt 2020 lediglich den Mangel weiter verwalten, statt ihn zu beheben, lässt sich nicht leugnen. Mindestens das Doppelte der Summe ist nötig, um dem prognostizierten Studienandrang Herr zu werden. Es werde keinen »ruinösen Wettbewerb« zwischen den Hochschulen um die knappen Geldmittel geben, versprach gestern die HRK-Generalsekretärin Christiane Ebel-Gabriel. An diesem Versprechen sollte man seine Zweifel haben. Das Gegen- statt Miteinander ist längst schon zum herrschenden Prinzip geworden; ein Blick auf die regelmäßig von den Think Tanks der Politik herausgegebenen Uni-Rankings genügt, um das zu erkennen. Die Mehrklassengesellschaft wird auf diese Art und Weise auch im Hochschulwesen zementiert; auf der einen Seite die vergleichsweise gut gestellten Unis in den reichen Süd- und Westländern, auf der anderen Seite die Hochschulen im Norden und Nordosten. Die für die Elitenförderung maßgeblichen, aber teuren natur- und technikwissenschaftlichen Studiengänge wird man in Zukunft in München, Stuttgart und Aachen studieren können; die Hörsäle in Kiel, Greifswald und Magdeburg werden dagegen notgedrungen von angehenden Germanisten und Betriebswirten bevölkert sein.

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