Werbung

Profil auf den Reifen

Markus Drescher über die Suche der (Ex-)Volksparteien nach Halt

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

SPD und CDU: Profil auf den Reifen

Die SPD befindet sich schon am Abgrund, die CDU schliddert mit etwas Abstand hinterher. Die einen plagt das Trauma Hartz IV, die anderen »Merkels Flüchtlingspolitik« und beiden haben die Großen Koalitionen nicht gerade gut getan. Austauschbar, beliebig, abgelutscht: so erschienen die beiden Parteien ihren jeweiligen Anhängern. Aus unterschiedlichen Gründen zwar, jedoch mit den selben Folgen: Abkehr, Austritt, Abwahl. Ein - lange praktiziertes - »Weiter so«, das zeigen Umfrage- und Wahlergebnisse wäre für beide, für die einen der kürzere, für die anderen der längere Weg zum garantierten Absturz.

Doch nicht nur für die Parteien selbst. Auch der Akzeptanz der Demokratie sind Parteien ohne das vielbeschworene Profil, ohne die Fähigkeit zur Erneuerung, ohne erkennbare Reaktion auf die Wünsche und Bedürfnisse der Basis, abträglich. Abgesehen davon, was am Ende tatsächlich zu erwarten ist, oder wie sehr man die Ergebnisse der geschärften Profil-Politik inhaltlich auch ablehnt: Dass Sozial- und Christdemokraten versuchen, ihre Karren wieder bergauf zu manövrieren, ist erst mal nicht verkehrt. Stärkt deren Schwäche doch politisches Desinteresse, bürgerliche Lethargie und Rechtspopulismus. Lieber eine Rückkehr der Volksparteien auf runderneuerten Reifen als eine abgefahrene Demokratie.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen