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Hilfswerke gegen Bundeswehr-Helfer

Harsche Kritik an Afghanistan-Politik

Berlin (epd/ND). Während der Bundestag am Mittwoch über den weiteren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan debattierte, forderten Hilfsorganisationen eine strikte Trennung von Militäreinsätzen und Entwicklungsprojekten in Afghanistan. Die Bundeswehr müsse die Unterstützung der Bevölkerung den Hilfswerken vor Ort überlassen, sagte der Leiter von Caritas International, Oliver Müller. DRK-Präsident Rudolf Seiters erklärte, wenn Soldaten als Helfer auftreten, könne dies die Neutralität der humanitären Hilfe und das Leben der Helfer gefährden. Zugleich kritisierte die Caritas den Umgang mit afghanischen Flüchtlingen in Deutschland. Trotz der Besorgnis erregenden Sicherheitslage seien seit 2004 nur 80 Afghanen als Asylberechtigte anerkannt worden, im Jahr 2007 bislang niemand. In der gleichen Zeit sei jedoch 1000 Menschen aus der Kriegsregion der Flüchtlingsstatus wieder aberkannt worden. Besonders zynisch sei es, dass die Abschiebung mit dem Hinweis gerechtfertigt werde, die Caritas biete vor Ort Hilfsprojekte an. Caritas International forderte einen vollständigen Kurswechsel in der deutschen Afghanistan-Politik. Das Bundeswehr-Mandat müsse überprüft werden, die deutschen Truppen dürften nicht i...

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