Spiegel eines Albtraums

Messer und Maurerreibe: «Asyla» von Thomas Adès in der Reihe «2 x hören zeitgenössisch» am Konzerthaus Berlin

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Asyla« klingt, als würde ein Wrack aus dem Meer hervorsprudeln. Geräusch- und Klangmodulationen der unerhörtesten Art. Aber: Das Bild stimmt. Plätschern und Klappern aus allen Löchern, wie aus tausend Öffnungen stürzendes Wasser ergießt sich, Wellen schlagen, Gischt schäumt vor dem Bug, verendende Strudel und einsame, verlassene, sonore Flächen und Rinnsale komplettieren den Vorgang. Das Schiff sprudelt hervor und geht wieder unter - so als wäre nichts geschehen.

Der Brite Thomas Adès, geboren 1971, schuf dieses Klangbild. Am King’s College in Cambridge ging der angehende Komponist und Pianist in die Schule des Altmeisters Alexander Goehr und absolvierte Kammermusikstudien bei keinem geringeren als György Kurtag. Adès komponierte bisher zwei Opern und mehrere Orchesterwerke und immerfort Kammer-, Klavier- und Vokalmusik. Mit »Asyla« für großes Orchester eröffnete Sir Simon Rattle 2002 seine Ära bei den Berliner Philharmonikern. Ein gew...

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