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»Route der Revolution« zum Mauerfall

Die Planungen für das 30-jährige Jubiläum im Herbst dieses Jahres sind bereits in vollem Gange

  • Von Johanna Albrecht
  • Lesedauer: 2 Min.

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Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor. Berlin soll sich zum 30. Jahrestag des Mauerfalls in eine riesige Open-Air-Bühne verwandeln.
Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor. Berlin soll sich zum 30. Jahrestag des Mauerfalls in eine riesige Open-Air-Bühne verwandeln.

Kultursenator und Bürgermeister Klaus Lederer (LINKE) hat mit Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH, bei einer Pressekonferenz den aktuellen Planungsstand für die Feierlichkeiten zum Jubiläum des 9. Novembers 1989 bekannt gegeben: Eine Vielzahl an Inszenierungen, Open-Air-Ausstellungen, Zeitzeugengesprächen, Performance-Akten, Filmvorführungen, Konzerten, Poetry Slams und Podiumsdiskussionen wird den Mauerfall thematisieren. Die landeseigene Gesellschaft Kulturprojekte Berlin wird die Veranstaltungen organisieren.

Lederer erklärt, dass das 30-jährige Jubiläum nicht in der Absicht geplant wird, die vorherigen, aufwendig gefeierten Jubiläen zu übertrumpfen. Stattdessen zeigen ihm die verschlechterten Beziehungen der USA zu Russland, der Rechtsruck in Deutschland und das anhaltende Ost-West-Gefälle: »Zusammenwachsen und Dialog sind gerade nicht unbedingt in der Offensive.«

Deshalb will Lederer zum Jubiläum neben dem »fröhlichen Feiern« auch gebrochene Biografien und enttäuschte Erwartungen thematisieren. Denn es sei »nicht allen nach Feiern zu Mute«. Schließlich folgte auf den Fall der Mauer bald Massenarbeitslosigkeit.

Es soll Raum für »Ambivalenzen in den Wahrnehmungen« geben, die die Freude über das Ende der deutschen Teilung nicht schmälern sollen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ruft Kulturprojekte Berlin GmbH zur aktiven Mitwirkung auf und zeigt online Videoaufnahmen vom 9. November, etwa von Demonstrant*innen am Grenzübergang Bornholmer Straße, die im Chor »Tor auf!« rufen. All diejenigen, die sich auf den Aufnahmen wiedererkennen, sind gebeten, ihre persönlichen Erinnerungen an den Mauerfall und an die Zeit nach der Wende zu schildern. Ab dem 4. November soll dann an historisch bedeutsamen Orten mit mehr als 100 Veranstaltungen die »Route der Revolution« nachgezeichnet werden. Höhepunkt der einwöchigen Festlichkeiten soll am 9. November das »Fest der Freiheit« mit einer Reihe von Konzerten und mit einer europäischen Clubnacht sein. Insgesamt werden mehr als eine Million Besucher*innen erwartet.

Lederer möchte beim Jubiläum der Mauertoten gedenken, die Held*innen der Revolution feiern und die verschiedenen Perspektiven auf Mauerfall und Nachwendezeit darstellen. Er resümiert: »Das Erinnern des Erfolgs der friedlichen Revolution verdeutlicht heute die Relevanz politischen Engagements.«

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