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Altersarmut hat sich verdoppelt

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: 2 Min.
Die Altersarmut in Brandenburg hat sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. Dennoch gehen die Experten davon aus, dass die gegenwärtige Seniorengeneration nicht umfassend betroffen ist. Im Jahr 2005 bezogen laut einem Fachbericht der Landesregierung 4529 Menschen über 65 Jahre die so genannte Grundsicherung im Alter. Das betreffe 3161 Frauen und 1368 Männer. Ende 2003 waren 3239 ältere Menschen Empfänger von Sozialhilfe und 2002 betraf das 2293 Menschen. 1995 empfingen rund 800 alte Mitbürger Sozialhilfe. Im Bericht angemerkt wird, dass lediglich solche Senioren aufgeführt sind, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben. Trotz der ungebremsten Steigerung der Altersarmut gilt sie derzeit in Brandenburg noch nicht als umfassendes Problem. Es leben zirka 540 000 Rentner im Bundesland, so dass die knapp 5000 Empfänger von Sozialhilfe lediglich ein Prozent dieser Gruppe ausmachen. Weitere 2,5 Prozent werden von der Statistik als »relativ arm« bezeichnet, weil sie über weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Vergleichseinkommens verfügen. »Damit weisen die über 65-jährigen die niedrigste Armutsbetroffenheit von allen Altersgruppen der brandenburgischen Bevölkerung auf.« Offen bleibt, was die Zukunft bringt. Heute sind 21,2 Prozent der Brandenburger älter als 65 Jahre. Im Jahr 2020 werden es 26,2 Prozent sein. In Gefahr zu verarmen sind vor allem alleinstehende alte Menschen. In Brandenburg leben rund vier Mal mehr ältere Frauen allein als Männer. Um älteren Menschen mit geringem Einkommen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglich, sollen ihnen Wohnungen verschafft werden - Wohnungen, die auch mit staatlichen Mitteln modernisiert werden. Erwähnt wird die Nachrüstung mit einem Aufzug. Außerdem bestehe die Möglichkeit, Wohngeld in Anspruch zu nehmen, »sowie dafür die individuellen Voraussetzungen vorliegen«.

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