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Studie: Fast jedes fünfte Kind wächst in Konfliktgebiet auf

420 Millionen Kinder lebten im Jahr 2017 in Kriegen und Konflikten

  • Lesedauer: 2 Min.

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Syrien: Ein vertriebenes syrisches Mädchen studiert an einer provisorischen Schule, die in einer alten Moschee im Osten der Provinz Idlib gebaut wurde.
Syrien: Ein vertriebenes syrisches Mädchen studiert an einer provisorischen Schule, die in einer alten Moschee im Osten der Provinz Idlib gebaut wurde.

Berlin. 420 Millionen Kinder lebten im Jahr 2017 in Kriegen und Konflikten, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation »Save the Children«. Die zehn gefährlichsten Länder für Kinder seien derzeit Afghanistan, Jemen, Südsudan, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Syrien, Irak sowie Nigeria, Somalia und Mali. In diesen Staaten seien zwischen 2013 und 2017 mindestens 550.000 Babys durch die Folgen der Konflikte ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen starben den Angaben zufolge durch Hunger oder aufgrund zerstörter Infrastruktur, mangelnden Zugangs zu Gesundheitsversorgung und sanitären Einrichtungen oder durch die Behinderung von humanitärer Hilfe.

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Der Bericht schlüsselt auch UN-Daten zu schweren Kinderrechtsverletzungen auf: Demnach stiegen diese auf das Rekordhoch von mehr als 25.000 im Jahr 2017 an. 2010 waren es noch knapp unter 10.000. Seitdem hat sich die Zahl damit fast verdreifacht. Täglich würden Kinder gezielt getötet oder verstümmelt, von bewaffneten Gruppen rekrutiert, entführt oder Opfer von sexueller Gewalt, kritisiert die Organisation. Außerdem würden ihre Schulen attackiert und humanitäre Hilfe werde ihnen vorenthalten.

»Die Welt schaut zu«

»Das Leid der Kinder in Kriegen wird immer grauenvoller«, sagte Susanna Krüger, Geschäftsführerin von »Save the Children« Deutschland. »Wir sind schockiert, dass die Menschheit im 21. Jahrhundert den einfachsten moralischen Standards den Rücken kehrt«, kritisierte sie. Kinder und Zivilisten dürften niemals Angriffsziele seien. Dennoch gerieten jeden Tag Kinder unter Beschuss. »Kriegsverbrechen wie der Gebrauch chemischer Waffen, Zwangsrekrutierung oder Vergewaltigung sind an der Tageordnung und die Welt schaut zu«, beklagte sie. fhi

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