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Zombies, die sich die Beine vertreten

Berlinale-Wettbewerb: «Ghost Town Anthology» erzählt von einer Geisterstadt, die exemplarisch für viele Orte der Welt steht

  • Von Gabriele Summen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Und so sehen wir betroffen/ Den Vorhang zu und alle Fragen offen.« Dieses einst durch Marcel Reich-Ranicki abgewandelte Brecht-Zitat mag dem Zuschauer auch nach dem Ende des Abspanns des Films »Ghost Town Anthology«, dem bereits dritten Wettbewerbsfilm von Denis Côté, im Kopf herumgehen.

Côtés Ensemblefilm hat atmosphärisch einiges zu bieten. Gedreht wurde auf grobkörnigem 16-mm-Material, das den Zuschauer vom ersten Bild an wie ein Hauch aus vergangenen Zeiten anweht.

Gleich zu Beginn sieht man ein heranrasendes Auto auf einer verschneiten Landstraße plötzlich scharf ausscheren und gegen ein Hindernis krachen. Ein paar kleinwüchsige Gestalten mit unheimlichen Masken, die, so die erste Assoziation, an den tanzenden Zwerg aus David Lynchs »Twin Peaks« erinnern, laufen zur Unfallstelle. Willkommen in der kanadischen Geisterstadt Irénée-les-Neiges, 215 Einwohner, nun bloß noch 214.

Die dem Alkohol nicht völlig abgeneigte Bürgermeisterin Si...


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