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Bankrotteure mit wenig Zukunft

Markus Drescher über Kinderprobleme und wer sie ihnen eingebrockt hat

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Finanzielle Sorgen, ein Gefühl der Unsicherheit, zu wenig Teilhabe - klingt nach einer Stichwortanalyse der Probleme unserer Zeit. Tatsächlich sind es Nöte derjenigen, die sich noch nicht mit derlei befassen müssen sollten. Und selbst eingebrockt haben sich den Schlamassel Kinder und Jugendliche schon gar nicht. Dazu fehlt ihnen nämlich ein Mitspracherecht. Und das schon auf Ebene der Schule, wie sie in einer Bertelsmann-Studie angeben. Dass Kinder und Jugendliche nicht einmal Einfluss auf ihr unmittelbares Lebensumfeld nehmen können, in dem sie einen Großteil ihrer Jugend verbringen, ist dabei nur konsequent.

Hier setzt sich ganz einfach im Kleinen fort, was schon im Großen gilt: Die Zukunft derer, die noch viel davon haben, wird von denen bestimmt, die den Großteil schon hinter sich haben. Und sich im Bewusstsein, nicht zurückzahlen zu müssen, anmaßen, Schulden bei der Welt aufzunehmen, die nicht mehr abgegolten werden können. Dass ihnen etwa mit dem Klimawandel eine derartige Hypothek aufgebürdet wird, wird derzeit immer mehr Schülern bewusst, die ihre Stimme erheben. Für die Bankrotteure mit der geringen Zukunftsrestlaufzeit eine ungewohnte und - wie es manche Reaktionen nahelegen - unangenehme Erinnerung an Schuld und Schulden. Schade, dass es kein robustes »Inkassobüro Zukunftsschulden« gibt.

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