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Der Reichtum der Anderen

In der südafrikanischen Mine Marikana hat sich an den Lebensbedingungen der Arbeiter nach der brutalen Niederschlagung ihres Streiks nichts geändert

  • Von Christian Selz, Kapstadt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Bilder aus Marikana gingen 2012 um die Welt. Am 16. August eröffneten schwer bewaffnete Polizeikräfte am Rande des gleichnamigen Platinbergwerks im Nordwesten der Republik Südafrika vor laufenden TV-Kameras das Feuer auf streikende Arbeiter. 17 Kumpel starben an Ort und Stelle, 17 weitere Bergleute wurden wenige hundert Meter entfernt nur Minuten später von nachsetzenden Polizeieinheiten förmlich hingerichtet. Das brutale Vorgehen der Staatsmacht weckte Erinnerungen an die Massaker des Apartheid-Regimes.

Entsprechend bemüht zeigten sich die Verantwortlichen, Erklärungen zu präsentieren. Die Regierung sprach von einer Tragödie, die Polizeiführung behauptete, ihre Kräfte seien durch Streikende bedroht worden. Dafür fanden weder die einberufene staatliche Untersuchungskommission noch das unabhängige südafrikanische Institut für Sicherheitsstudien (ISS) Beweise. Eine Gefahr stellte der Streik aber sehr wohl dar - für die Erträge des Min...


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