Werbung

Eingeseift

Personalie: Die Sängerin Anja Plaschg übt scharfe Kritik am Kollegen Andreas Gabalier

  • Von Samuela Nickel
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Mich in derselben ... Veranstaltung mit einem Möchtegern-Magnaten zu wissen, der sein reaktionäres, nationalistisches, chauvinistisches und sexistisches Lebenskonzept zu kommerzialisieren weiß und hier Anklang findet, entsetzt mich derart, dass ich an der Veranstaltung nicht teilnehmen werde« - so wortgewaltig sagt die Musikerin Anja Plaschg alias Soap&Skin ihre Teilnahme an der Verleihung des Amadeus Austrian Music Award ab. Eine klare Absage der Sängerin auch an die Politik der derzeitigen rechtskonservativen Regierung Österreichs. Plaschg ist in der Kategorie »Album des Jahres« nominiert - in der gleichen Kategorie wie Andreas Gabalier, der mit völkischen, homophoben und sexistischen Aussagen um Aufmerksamkeit heischt. Er bezeichnet sich selbst als »Volks Rock’N’Roller« und forderte etwa in einem Interview, Homosexualität solle öffentlich nicht so sichtbar sein - »aus Respekt unseren kleinen Kindern gegenüber«.

Anja Plaschg wurde 1990 im steirischen Gnas geboren. Seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt sie Klavier und entdeckt zunehmend die elektronische Musik für sich. Ihre ersten Konzerte als Soap&Skin spielt sie mit 16 Jahren in Wien. Damals bricht die junge Komponistin die Schule ab. 2009 erscheint ihr Debüt »Lovetune for Vacuum«, auf dem sie kalte Elektronik mit wahnsinnigem Piano mischt. Plaschg beginnt ein Kunststudium an der Wiener Akademie der bildenden Künste in der Meisterklasse von Daniel Richter, das sie wieder abbricht. Nach ihrem zweiten Album komponiert sie für Theater- und Filmproduktionen, steht 2016 selbst vor der Kamera und steuert den Titelsong zur Netflix-Serie »Dark« (2017) bei.

Ende 2018 erscheint mit »From Gas to Solid / You Are My Friend« das dritte selbst produzierte Album der 28-Jährigen. Trotz allen Erwachsenwerdens behält Soap&Skin ihre Unangepasstheit - gerade in Zeiten des globalen Rechtsrucks. Zum Stück »Italy« sagt sie im Gespräch mit »musikexpress«: »Italien. Diese Illusion von einem Ort, der besser sein soll, und dann sperrt das Land seine Häfen für die Geflüchteten. Es ist absurd«.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!