Mazedonischer Salat

Zum Erbe einer antinationalistischen balkanischen Befreiungsbewegung.

  • Von Richard Schuberth
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vor zwei Jahren schlug der US-Kongressabgeordnete Dana Rohrabacher vom »Unterausschuss für Europa, Eurasien und heraufziehende Bedrohungen« die Aufteilung des Staates Mazedoniens auf Kosovo, Albanien und Bulgarien vor. Denn, so der konservative Hardliner, Mazedonien sei gar kein richtiger Staat. Abgesehen von der Anmaßung, Länder nach Gutdünken tranchieren zu wollen, spricht daraus ein völkisches Nationsverständnis.

Das slawische Mazedonisch ist in der Tat der bulgarischen Sprache am nächsten. Doch nach dieser Logik müssten auch die den Übergangsdialekt Torlakisch sprechenden Bürger Serbiens entweder Mazedonien oder Bulgarien zugeschlagen werden - und wäre das österreichische Bundesland Vorarlberg umgehend an die Schweiz abzutreten. Selbst für Antinationalisten ist das nunmehrige Nord-Mazedonien eine interessante Ausnahme.

Bevor der langjährige, mittlerweile steckbrieflich gesuchte mazedonische Präsident Nikola Grueski bei se...

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