Herz so schwer

Die Wurzeln des Flamencos sind strittig, nicht aber sein Quell von Poesie und Würde.

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Erst Verwunderung, dann Begeisterung: In einer Bank im Herzen Madrids ist die Warteschlange an jenem Montagmorgen lang. Beklommene Ruhe, doch plötzlich fängt ein kleiner Mann zu singen an: »Um zu überleben, musste ich meinen Papagei verpfänden und sogar mein Haus verkaufen.« Eine Frau, ganz in Schwarz gekleidet, beginnt dazu zu klatschen. Sie schert aus der Schlange und gleitet im Flamenco-Rhythmus durch den Raum. Die Kunden erleben einen Flashmob. Irritation weicht Entzücken, weitere Akteure klackern über den Marmorboden. Ähnliche Aktionen - für Minuten nur, ehe die Polizei kommt - wiederholen sich in jenem spanischen Herbst der Banken- und Immobilienkrise vielerorts, und der Flamenco mittendrin. »Flamenco kann so energisch sein, so aggressiv«, sagt Tanzlehrerin La Nina Ninja und spielt auf einen Werbeslogan für Hypothekenkredite an, von denen so viele faul sind, dass zuletzt jeder vierte arbeitsfähige Spanier arbeitslos war.

Der...

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