Sehnsucht nach Feindesland

Südkoreanischer Wirtschaftsmanager hält die Feindschaft mit dem Norden für ein großes Missverständnis

  • Von Felix Lill, Seoul
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Das mit dem Norden, erklärt der Herr im dunkelgrauen Anzug noch, bevor er Platz nimmt, sei ein großes Missverständnis. Man habe allgemein »dieses völlig falsche Bild«. Dass dort alle hungern. Dass man vor lauter Überwachung einander nur misstraut. Bei allem, was man höre, müsse man ja denken, die Leute dort könnten nicht einmal lachen.

»Die Wahrheit ist anders«, sagt Kim Jin Hyang, setzt sich sodann an die hintere Seite des großen Eichentischs, der das schlichte Besprechungszimmer teilt. Am Kopfende breitet sich über fast die gesamte Wandlänge eine Fotografie aus. Kim deutet auf die Gebäude darauf: »Da will ich wieder hin.«

Gebirge zeichnen den Hintergrund, das Tal füllt ein Gewerbegebiet. Der Industriekomplex Kaesong, fünf Kilometer nördlich der Grenze, ist das prestigereichste Kooperationsprojekt auf der koreanischen Halbinsel. An die 200 Betriebe aus dem Süden haben dort mit Personal aus dem Norden Güter hergestellt. Diese...

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