»Es wird für Sie alle Geschäfte geben«

Goldgräberstimmung im Süden der koreanischen Halbinsel: Unternehmen planen Strategien für den »Aufbau Nord«

  • Von Felix Lill, Seoul
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Drüben auf der anderen Seite war Lee Gun Min noch nie. Er träumt auch nicht davon. Aber die Kennzahlen des verfeindeten Landes im Norden hat der Südkoreaner parat. Der Mann mit der rosa Krawatte zählt auf: »Die Wirtschaftsleistung pro Kopf erreicht im Norden gerade einmal 4,5 Prozent von unserer im Süden. Unsere Handelsbilanz ist einhundertvierundvierzigmal so hoch. Und bei uns gibt es fast zwanzigmal so viele Handys. Aber dort oben leben immerhin halb so viele Menschen wie hier.« Damit will er sagen: Sollten sich Nord- und Südkorea, die seit 69 Jahren im Kriegszustand sind, bald wieder vertragen, dann gäbe es plötzlich viel Raum für Geschäfte.

Vor einem guten Jahr schien eine Annäherung der zwei Koreas noch undenkbar. Heute, da auf der Halbinsel in Ostasien Tauwetter angebrochen ist, spricht man immer wieder davon. Da sind einerseits die reellen Fortschritte: Zuletzt gab es zwischen Nord und Süd wieder mehr Familienzusammenführun...


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