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Ein Spaß für Wagner-Hasser

»Die Millenials! Das Instagram! Alles drin!!!« - Puccinis »La Bohème« an der Komischen Oper Berlin

  • Von Maximilian Schäffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Da konnten sie noch so neidisch über die Alpen rüberlinsen, so genial wie der Sachsenzwerg waren die Romanen nie. Weder Verdi noch Puccini reichten an die musikalische Virtuosität Wagners heran, obwohl dieser nicht viel mehr als Deutschtümelei, Stabreime und auf Schwänen reitende Helden im Hirn hatte. Wenigstens besaßen die Italiener etwas Humor, der ihren ganzen Schmalz um Tod und Liebe verdaulich machen konnte. Zwischen all dem Schmachten und Vergehen war immer noch etwas Platz für sarkastische Kommentare auf die Fratzen der Gesellschaft, während im Ring die massigen Walküren bierernst gen Walhall kämpften. In Giacomo Puccinis »La Bohème« von 1896 geht es um große, unschuldige Gefühle der einfachen Bevölkerung, in denen ein jeder sich wiederfinden soll. »Verismus« nannte man das, wenn nicht Adel und Fantasiewesen in mystischen Ländern toben, dafür aber der schnöde Tod als entzauberte Bedrohung. Die Schwindsucht raubt den Liebenden ih...


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