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Kaschmirs Krieg - kalt und heiß

Alexander Isele über den Bedarf eines globalen INF-Vertrages

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 2 Min.

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»Der gefährlichste Ort der Welt«, so nannte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton einst Kaschmir, und dass dieser Ruf berechtigt ist, dringt dieser Tage wieder einmal ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Dabei gibt es an der hochmilitarisierten Kontrolllinie, die den indischen vom pakistanischen Teil Kaschmirs abgrenzt, fast täglich Tote - seit Jahrzehnten. Da beide Seiten keine Lösung für den seit der Teilung schwelenden Konflikt finden, haben sie sich ganz gut eingerichtet im Status quo.

Und auch bei der neuesten Eskalation sind die Politiker und Militärs in Indien und Pakistan sehr darauf bedacht, mit symbolischer Machtdemonstration Eindruck zu schinden. Das Problem dabei ist, dass dies zu einer Fehleinschätzung führen könnte und die Spirale Angriff-Vergeltung nicht abbricht, sondern in einen offenen Krieg führt. Zwar rufen die Partner USA und China zur Zurückhaltung auf, aber auf beiden Seiten werden militärische Optionen durchgespielt. Pakistans Premier Imran Khan hat sich mit seinen für Atomwaffen zuständigen Beratern getroffen. Die Stärke, die so demonstriert werden soll, ist allerdings eine Schwäche. Denn es fehlt eine Vereinbarung, die diese Eskalation ausschließt. Zwischen Russland und den USA hat der INF-Vertrag durch das Verbot von Mittelstreckenraketen die akute Gefahr einer Eskalation zumindest eingeschränkt. Indien und Pakistan beweisen nun, wie sehr ein weltweit bindender Nachfolgevertrag notwendig ist.

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