• Berlin
  • Zweckentfremdungsverbot

Plötzlich gekündigt

Flüchtlingsfamilien sollen wegen des Zweckentfremdungsverbots ihre Wohnung verlassen

  • Von Tim Zülch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mohamad Tammae (20) zeigt stolz auf eine kleine Büste, die er bei einem Kunstwettbewerb gewonnen hat und die nun über der Couchecke steht. Ihre Wohnung im Neuköllner Schillerkiez in Berlin hat Tammaes Familie wohnlich eingerichtet. Er selbst holt gerade die zehnte Schulklasse nach, hat einen Job in einem benachbarten Café gefunden, sein Bruder und seine Schwester gehen in Schulen in der Nähe.

2015 kam Tammae als Flüchtling nach Berlin, konnte seine Eltern und seine zwei Geschwister nachholen. Seit Mitte 2017 nun wohnen sie in der rund 95 Quadratmeter großen Wohnung im Schillerkiez im Betreuten Wohnen. Doch Anfang Februar kam die Kündigung zum Ende des Monats, ohne dass ihnen Gründe genannt wurden. Jetzt ist Tammae ratlos, wie es weitergehen soll.

Die Wohnung hat die Familie von einem sozialen Träger gemietet, der Apardo GmbH, die ihren Sitz in der Uhlandstraße hat. Apardo betrieb in der Vergangenheit zwei Flüchtlingsheime und...


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