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In Altersteilzeit

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In einer anderen Welt als dieser wäre die folgende Meldung keine Zeile wert: Ein 65-Jähriger beschließt kurz vor dem Eintritt ins offizielle Rentenalter, seine Festanstellung aufzugeben und den Alltag etwas geruhsamer anzugehen. Doch in der Welt der Medienbranche sind die Maßstäbe andere, zumal, wenn es nicht um einfache Angestellte geht. Heribert Prantl, Ressortleiter Meinung und Mitglied der Chefredaktion der »Süddeutschen Zeitung«, wird, wie sein Arbeitgeber gestern meldete, seine Führungsämter bei der Zeitung niederlegen, aber weiterhin als Autor, Kolumnist und Kommentator für das Münchener Presseorgan schreiben. Prantl selbst nennt - wohl wahrheitsgemäß - Altersgründe; schließlich werde er in wenigen Monaten bereits 66. »Also beende ich die Pflicht, künftig nur noch Kür.« Oder anders formuliert: Künftig befindet sich Heribert Prantl in Altersteilzeit.

Prantl ist ein Spätberufener im journalistischen Fach. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften, Geschichte und Philosophie war der gebürtige Oberpfälzer als Rechtsanwalt, Richter, Staatsanwalt und Gerichtssprecher tätig. Erst im Alter von 35 Jahren wechselte er die Seiten. Allerdings hatte er bereits während seines Jura-Studiums eine studienbegleitende Journalistenausbildung absolviert und bereits als 15-Jähriger Berichte für die örtliche Lokalzeitung verfasst. 1988 wurde er Politikredakteur der »Süddeutschen Zeitung«, stieg dort nach vier Jahren zum stellvertretenden Ressortleiter auf. 1995 wurde er zum Ressortleiter berufen, 2011 zum Mitglied der Chefredaktion befördert. Vor einem Jahr übernahm er das neu geschaffene Meinungsressort der Zeitung.

Heribert Prantl ist das, was man im besten Sinne einen Liberalen nennen kann. Er verteidigt den bürgerlichen, den Grundrechten des Einzelnen verpflichteten Rechtsstaat. Was in diesen Zeiten, in denen dieser von Populisten jeglicher Couleur in Frage gestellt und mit der geschürten Angst der Bürger der Abbau von Grundrechten begründet wird, nicht hoch genug geschätzt werden kann.

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