Verfeindete Waffenbrüder

Wie die Weimarer und die Rote Armee einander nützten.

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Berlin 1929. Die Weimarer Republik. Deutschland versucht sich mehr schlecht als recht in Demokratie. Elf Jahre liegt der Erste Weltkrieg zurück. Es wird noch zehn Jahre dauern, bis das zweite, weitaus schlimmere Menschenschlachten beginnt. Das Jahr 1929 diente als Hintergrund für einen gigantischen TV-Mehrteiler: »Babylon Berlin« - 16 Drehbücher, 300 Drehorte, 185 Drehtage, 230 Sprecherrollen, 5000 Komparsen, 2200 Stunden Drehmaterial. Der abschreckend-anziehende Krimi enthielt innerhalb verwirrender Handlungsstränge jede Menge historische Subtexte. Es sollte sich, so sagte Regisseur Tom Tykwer, der gemeinsam mit seinen Kollegen Henk Handloegten und Achim von Borries die Romanvorlage von Volker Kutscher in Szenen setze, anfühlen, als ob man »in eine Zeitmaschine geschmissen« wird. Einen dieser Hintergründe lieferten die reguläre samt Schwarzer Reichswehr. Oft im Verein mit »den Russen«.

Aufgedeckt, nicht unterbunden

Die angebli...


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