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Ein zwiespältiges Verhältnis

Was «Hoimed» (Heimat) für einen schwäbischen Lokalhistoriker praktisch bedeutet.

  • Von Eberhard Kogel
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Drhoim sai ond doch Jomr hau« (Daheim sein und doch Sehnsucht haben) heißt es in einem bekannten Gedicht des schwäbischen Mundartdichters Josef Eberle alias Sebastian Blau. Es beschreibt die Situation derer, die drhoim (daheim) geborgen sind. Aber sich eben auch eingeengt fühlen, sich nach »dem anderen« sehnend, nach dem, was jenseits der schwäbischen Hügellandschaft in der weiten Welt an Unbekanntem und Faszinierenden auf sie wartet.

Josef Eberle (1901-1986) wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Rottenburg am Neckar auf, einer schwäbischen »Ackerbürgerstadt« und war tief verwurzelt in den bäuerlichen, handwerklichen, kulturellen und mundartlichen Traditionen seiner Heimatstadt. Das kommt in vielen seiner genialen Gedichte zum Ausdruck.

Eberle war Antifaschist, erhielt Berufsverbot in der NS-Diktatur und musste gegen Ende des Krieges sogar wegen seiner schwäbisch-jüdischen Ehefrau Anfang 1945 noch in den Untergrund gehen, um ih...


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