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Die Kinokultur wird zerstört

Lars Henrik Gass über das Kino als lebendigen sozialen Raum und seine Zukunft in Zeiten von Netflix

  • Von Morticia Zschiesche
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Seit 1971 gibt es »kommunale«, also kulturpolitisch geförderte Kinos. Dort laufen nicht die Blockbuster der Stunde, sondern künstlerisch oder historisch bedeutende Filme, oft in Originalfassungen und -formaten und vielfach begleitet von Retrospektiven und Filmgesprächen. Ist dieses Modell noch zeitgemäß?

In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen beschleunigt stattfinden, etwa auch die Auswertung von Film im Internet, wird Kino schnell als überholt angesehen. Aber nur deshalb, weil man Kino oftmals nur als einen beliebigen Abspielort versteht. Man muss begreifen, dass Film der physische Bildträger ist, aber auch die Technik erfordert, diesen Filmstreifen tatsächlich zu projizieren, und natürlich auch den Raum, in dem das stattfindet. Die einzigartige Erfahrung des Films wird nur im Kino begreifbar. Man muss daher fragen, ob man bereit ist, für diese kulturelle Praxis Verantwortung zu übernehmen, oder ob man die Historisier...


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