Werbung

Ein Schritt in die falsche Richtung

Felix Jaitner über die polnischen Aufrüstungspläne

  • Von Felix Jaitner
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Polen gilt als NATO-Mustermitglied. Seit Jahren erreichen die Verteidigungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt das Zwei-Prozent-Ziel. Damit gehört Polen zu den wenigen Ausnahmen - und es besteht sogar ein parteiübergreifender Konsens, die Ausgaben langfristig zu erhöhen.

Das Ziel hinter der geplanten Aufrüstung ist so simpel wie falsch: den Feind - in diesem Fall Russland - einzuschüchtern. Dabei sprechen die realen Zahlen eine gegenteilige Sprache: 900 Milliarden Dollar gaben die 29 NATO-Mitgliedsstaaten im Jahr 2017 für Rüstung aus, noch bevor US-Präsident Donald Trump den Militäretat deutlich erhöhte, Russland dagegen »nur« 66,3 Milliarden Dollar. Auch diese Summe ist beträchtlich, aber im Vergleich zur EU fällt sie deutlich geringer aus.

Allerdings weigert sich der Mainstream in der EU beharrlich, diese Zahlen und die damit einhergehenden realen Machtverhältnisse zur Kenntnis zu nehmen. Die Rüstungsvorhaben der NATO sowie Spekulationen über eine dauerhafte US-Militärbasis in Polen oder die Aufnahme neuer Mitglieder verschärfen in erster Linie die Spannungen in Europa - und treiben den Zerfall des Kontinents in neue Lager voran. Rüstung schafft keinen Frieden! Eine stabile Sicherheitsarchitektur in Europa kann nur unter Einschluss aller Länder, so auch Russland, funktionieren.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!