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Wir sehen uns am 8.3., Erzbischof!

Lou Zucker und Heiner Koch sind gegen den neuen Feiertag

  • Von Lou Zucker
  • Lesedauer: 1 Min.

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Freut mich, Heiner, dass wir da einer Meinung sind. Als Erzbischof hast du am Samstag im rbb die rot-rot-grüne Berliner Landesregierung dafür kritisiert, dass der 8. März ein Feiertag wird. Das war eine kontraproduktive Idee, sehe ich genauso. Du findest, die Lebensentwürfe von Frauen sollten respektiert werden, auch wenn sie sich dafür entscheiden, die Erwerbsarbeit mehrere Jahre zu unterbrechen, um »ganz für ihre Kinder da zu sein«. Die niedrigen Renten dieser Frauen seien eine »einzige Ausbeutung und Diskriminierung«. Das zeuge von einer Gesellschaft, in der »nur der Erwerbsberuf finanzielle Sicherheit« verspreche und sich »Freiheit und Größe einer Person« maßgeblich über den Beruf definierten.

Genau. Deshalb will ich keinen Feiertag am 8. März - sondern Streik. Um für eine Gesellschaft zu kämpfen, in der Lohnarbeit, Sorgearbeit, finanzielle Sicherheit und Anerkennung ganz anders organisiert sind als jetzt. Bist du dabei, Heiner? Wir sehen uns dann am 8. März bei den Männern, die die kollektive Kinderbetreuung organisieren. Oder wir machen es so: Du verteilst das Geld für dein geplantes Penthouse an Frauen, die Kinder betreuen, damit uns nicht mehr »nur der Erwerbsberuf finanzielle Sicherheit« verspricht. Mal ehrlich: Eigentlich bist du doch nur muksch, dass es kein christlicher Feiertag geworden ist.

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