Die vergessene Treuhandanstalt

In der Wendezeit wollte die Regierung Modrow die Volkseigenen Betriebe in die Marktwirtschaft überführen

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Ich war ein Objekt und Opfer dieser Treuhand.« Christa Bertag erzählt auch fast 30 Jahre nach den Wendeereignissen mit Wut, aber auch kämpferisch über ihre Erfahrungen. Als Generaldirektorin des VEB Kosmetik-Kombinats Berlin wurde sie 1990 per Brief über die Auflösung des Verbundes und ihre eigene Abberufung informiert. Einige Betriebe wurden herausgelöst, es blieb die Berlin Kosmetik GmbH, deren Geschäftsführerin die studierte Chemikerin bis 1992 war. »Bis Ende 1990 verloren wir 80 Prozent unseres Inlandsumsatzes und wegen der mit der DM-Einführung verbundenen massiven Währungsaufwertung auch den Großteil des Exports«, berichtet sie. »Glücksritter kamen, nahmen Fördermittel und verschwanden, bevor es dann ein wenigstens halbwegs glückliches Ende gab.«

Solche Erfahrungen mit der (zweiten) Treuhand haben sehr viele in der DDR gemacht, dazu ist auch viel publiziert worden. Wenig bekannt hingegen ist, dass es ursprünglich ganz ander...

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