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Kosmischer Blick auf das menschlich Allgemeine

Bach tanzen: In Leipzig bietet »Magnificat« eine sinfonische Dichtung um das Hier und Heute

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Idee, nach der Musik Johann Sebastian Bachs zu tanzen, liegt in Leipzig nahe - war der Barockmeister dort doch 27 Jahre Kantor in Sankt Thomas und ist in dieser Kirche auch begraben. Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder macht sich die Sache indes nicht leicht: Für seine Großproduktion »Magnificat« flicht er Bachs Jubelgesang klagvolle Passagen aus Giovanni Battista Pergolesis beliebtem »Stabat mater« ein. Beide Komponisten waren Zeitgenossen, beide Werke entstanden in den 1730er Jahren und kreisen aus verschiedener Sicht um die Person der Mutter Maria. Während sich Tanzschöpfer wie etwa John Neumeier sakraler Musik aus christlichem Empfinden nähern, weitet Mario Schröder seinen Blick auf das menschlich Allgemeine aus und verbündet sich mit Klängen, wie sie kosmischer, sinnlicher kaum sein können. Indische Musik mit ihren Rhythmusverschiebungen und Temposteigerungen. Mario Schröders »Magnificat« vermeidet so religiöse K...


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