Fassadensanierung ohne Ende

Mieter fürchten geplante Modernisierungsmaßnahmen des Konzerns Deutsche Wohnen

  • Von Tim Zülch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wie Trutzburgen ragen die beiden 14-stöckigen Hochhäuser in der Johannisthaler Chaussee in den Abendhimmel der Gropiusstadt. Im 9. Stock sitzt Christel Hartwich* am Küchentisch und blättert schnell durch die 20 Seiten Modernisierungsankündigung. Sie rückt ihre Brille zurecht, verzieht den Mund und schüttelt immer wieder den Kopf. «Ich fühle mich ungerecht behandelt», sagt sie. «Schon im Jahr 2000 wurde hier eine Wärmedämmung angebracht. Jetzt sollen wir über 250 Euro für eine neue Außendämmung zahlen.» Bereits jetzt müsse sie in ihrer Wohnung «fast nicht heizen». Die Mieterin hält daher die Modernisierung der Außenfassade für überflüssig.

Ende November fanden die knapp 200 Mieter in den beiden betroffenen Hochhäusern die Modernisierungsankündigungen des Konzerns Deutsche Wohnen in ihren Briefkästen. Gerade noch rechtzeitig, damit der Immobilienkonzern noch die alte Modernisierungsumlage von elf Prozent auf die Mieter umlegen kann....


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.