Werbung

Nichts aus der Krise gelernt

Simon Poelchau hält nichts vom Wunsch der Großen Koalition nach einer Fusion zwischen Commerzbank und Deutscher Bank

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Dass es mittlerweile zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank zumindest informell Gespräche über eine Fusion der beiden Konzerne gegeben haben soll, mag vielleicht Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) freuen. Für die Steuerzahler*innen in diesem Land ist dies jedoch eher ein Grund zur Sorge.

Der Wunsch der Großen Koalition nach einer Fusion der beiden Kreditinstitute zu einem Global Player zeugt vor allem von einem: dass Scholz und Altmaier nichts aus der Finanzkrise gelernt haben. Dabei kam diese dem Fiskus nicht gerade günstig. Mindestens 68 Milliarden Euro hat die Bankenrettung die Steuerzahler*innen gekostet. Damals war die landläufige Meinung unter Ökonomen, dass die Krise so hart und die Bankenrettung so teuer waren, weil viele Banken systemrelevant und zu groß waren, um sie pleite gehen zu lassen. Dass die GroKo nun wieder von einer Riesenbank träumt, ist also nicht nachvollziehbar.

Immerhin bekommt die GroKo nicht mehr nur aus den üblichen linken Kreisen Kontra für ihre Pläne. So warnt etwa auch die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel schon länger vor der Gefahr für die »systemische Stabilität«, die eine solche Fusion mit sich bringen würde.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!