Werbung

Appell gegen Nationalismus zur Europa-Wahl

60 Initiativen starten Kampagne gegen rechts / Mehrere Demonstrationen für den 19. Mai geplant

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Zur Europa-Wahl Ende Mai haben mehr als 60 Organisationen, Initiativen, Sozial- und Umweltverbände eine Kampagne gegen Nationalismus gestartet. Bei der Wahl am 26. Mai müssten die Weichen für ein besseres und sozialeres Europa gestellt werden, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, zum Auftakt der Kampagne am Donnerstag in Berlin. Höhepunkt sollen am 19. Mai mehrere Demonstrationen unter dem Motto »Ein Europa für Alle - Deine Stimme gegen Nationalismus« in verschiedenen Städten sein.

Ein »Vormarsch der Nationalisten« in das Europaparlament müsse verhindert werden, heißt es in dem Aufruf des zivilgesellschaftlichen Bündnisses: »Wir halten dagegen, wenn Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht, Hass und Ressentiments gegen Flüchtlinge und Minderheiten geschürt werden.« Die Bürgerinnen und Bürger Europas müssten mit ihrer Wahlentscheidung für ein demokratisches, friedliches und solidarisches Europa Stellung beziehen.

Parteien, die die Europäische Union handlungsunfähig machen und zerstören wollen, dürften keine Stimmen bekommen, forderte Christoph Bautz, geschäftsführender Vorstand von Campact. Bei einem Erstarken der Rechten seien Mehrheiten für zukunftsweisende Bündnisse im Europaparlament gefährdet. In Deutschland sei es vor allem wichtig, der AfD bei der Europawahl eine Absage zu erteilen, betonten Schneider und Maritta Strasser, Bundesgeschäftsführerin der NaturFreunde Deutschlands.

Europa müsse ein »Lebensstandort für die Menschen« und nicht vorrangig ein Wirtschaftsstandort sein, so Schneider. Ein Rückzug in den Nationalismus sei jedoch keine Lösung für Unzufriedenheit mit der EU, die derzeit eine »ungute wirtschaftsliberale Schlagseite« habe. Dem müssten eine europäische Sozialpolitik, soziale Ziele und soziale Mindeststandards entgegengesetzt werden. »Geht wählen«, appellierte Schneider: »Aber wählt um Himmels willen keine Nationalisten.«

Zum Trägerkreis des Bündnisses gehören unter anderem Attac Deutschland, der Paritätische Gesamtverband, die NaturFreunde Deutschlands und Pro Asyl. Unterstützer sind unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, die Diakonie Deutschland, der Umweltverband BUND, der Deutsche Kulturrat, die katholische Arbeitnehmerbewegung, Greenpeace, Pax Christi und das Bundesbüro der Neuen Richtervereinigung. Die Forderungen des Bündnisses werden unter anderem von Grünen, Linkspartei und SPD unterstützt. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen