Prozess nur dank öffentlichen Drucks

Der Tod einer 23-jährigen Studentin sorgt in der Türkei für Debatte um Frauenmorde und Justiz

  • Von Svenja Huck
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Nicht nur die wirtschaftliche Krise in der Türkei lässt die Umfragewerte der AKP kurz vor den Regionalwahlen sinken. Auch der Prozess um den Tod der Studentin Şule Çet führt zu öffentlichen Protesten, vor allem unter jungen Frauen. Die 23-Jährige war am 28. Mai 2018 von ihrem ehemaligen Chef zu einem Abendessen eingeladen worden, am Ende war sie tot. Ihre Familie, Freunde und der Anwalt der Familie gehen von Vergewaltigung und Mord aus, die mutmaßlichen Täter behaupten, die junge Frau habe Suizid begangen.

Çet stammt aus einer weniger wohlhabenden Familie und hatte immer neben ihrem Studium gearbeitet. Von dem Abendessen mit ihrem Ex-Chef hatte sie sich offensichtlich erhofft, wieder einen Arbeitsplatz in Aksus Firma zu bekommen. Nach dem Essen schlug Aksu vor, den Abend in seinem Büro im 20. Stock des Hochhauses Yelken Plaza fortzusetzen. Çet war an diesem Punkt eigentlich schon nicht mehr einverstanden und schrieb ihrer Mitbewohnerin...


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