Vom Krieg in den Städten

Die alten und neuen Zeichen des Aufstands: A.G. Lombardos Roman »Graffiti Palast«.

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Während es seit Ende vergangenen Jahres auf französischen Straßen durch die Gelbwesten hoch her geht, scheint die Anzahl an Riots und Aufständen global gesehen eher abzunehmen - im Vergleich zum Beginn dieses Jahrzehnts, als es von Oakland über Sao Paulo bis Istanbul regelmäßig krachte.

In US-amerikanischen Erfolgsromanen dagegen erlebt der Aufstand als literarischer Gegenstand in den letzten Jahren eine gewisse Konjunktur. 2013 wurde Rachel Kushner für »Flammenwerfer« ausgezeichnet, in dem sie über die italienische Autonomia-Bewegung schreibt, für die sich ihre Heldin in während der großen militanten Demonstrationen im April 1977 in Rom begeistert. Quasi als Epilog wird am Ende des Romans großen Stromausfall im Juli des selben Jahres in New York erzählt. Über dieses Ereignis legte Garth Risk Hallberg 2015 mit »City on Fire« ein über tausendseitiges Epos vor, in dem er dem großem Aufstand während des 24-stündigen »Blackouts« nachg...

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