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Russland und Freiheit

Masha Gessen

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Die russisch-amerikanische Schriftstellerin Masha Gessen gilt als eine der wichtigsten Stimmen zum Thema Homosexualität und Menschenrechte in Russland. Bekannt wurde sie mit Büchern über den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die feministische Punkgruppe Pussy Riot sowie den Attentätern vom Boston Marathon. Gessen lebt offen lesbisch und hat die gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender gerichtete Politik Russlands mehrfach scharf kritisiert. Gessen erhält an diesem Mittwoch den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2019. Sie wird für ihr Buch »Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und wieder verlor« ausgezeichnet.

Geboren wurde die Autorin 1967 als Maria Alexandrowna Gessen in Moskau und wanderte 1981 als Jugendliche mit ihren Eltern in einer der letzten jüdischen Emigrationswellen in die USA aus. Sie pendelte zwischen San Francisco, Boston und New York und befasste sich als Journalistin zunehmend mit HIV und dem Kampf der Schwulengemeinde gegen die Infektionskrankheit.

Zu Gessens bekanntesten Titeln zählt heute »Der Mann ohne Gesicht« über Präsident Putin. Ihn bezeichnete sie im Magazin »Vanity Fair« als »aufstrebenden Schurken«, mit dessen Vereidigung die »Rückwärts-Evolution Russlands« begonnen habe. dpa/nd

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