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Verweigertes Menschenrecht

Martin Ling über den fehlenden Zugang zu sauberem Wasser für Milliarden

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 1 Min.

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Es ist der globale Menschenkiller Nummer eins: der Mangel an sauberem Trinkwasser und an sicherer Abwasserentsorgung. 780.000 Menschen sterben jährlich an Ruhr und Cholera - das sind laut der UNO mehr Opfer als durch Konflikte, Erdbeben und Epidemien.

Es ist die größte existierende Menschenrechtsverletzung auf dem Planeten. Denn seit Juli 2010 ist das Menschenrecht auf Wasser verbrieft. Damals schloss sich die UNO-Generalversammlung nach längerem Widerstreben der von Bolivien unter Präsident Evo Morales vorgelegten Beschlussvorlage an. Doch die Verbriefung des Rechts auf Wasser und Zugang zu sanitärer Versorgung hat an der Realität nichts geändert: Weltweit haben 2,1 Milliarden Menschen nicht durchgängig Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Es gibt Wege, diese Realität zu ändern. Sie erfordern milliardenschwere öffentliche Infrastruktur-Investitionen, denn mit der Wasserversorgung der armen Menschen lässt sich privat offensichtlich über Trinkwasserlaster weit besser Profit machen als über den Bau von Wasserleitungen. Es ist seit Langem bekannt: Bei einem weltweiten Wassermanagement und geeigneter Bewirtschaftung - angefangen beim Wasserverbraucher Nummer eins, der Agrarwirtschaft - würde laut UNO das Wasser für alle Menschen reichen. Der politische Wille zum Umsteuern dafür ist jedoch nicht in Sicht.

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