Werbung

Bolsonaro huldigt Trump

Martin Ling über den Besuch des brasilianischen Präsidenten in den USA

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der eine macht reale Zugeständnisse, der andere schenkt warme Worte. Für US-Präsident Donald Trump war der Besuch des ultrarechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ein voller Erfolg. Für ein Exportkontingent für zollfreien US-Weizen und den brasilianischen Stützpunkt »Alcântara« zur künftigen Nutzung für die USA musste er keine Gegenleistung bieten außer warmen Worten. Die gingen so weit, dass Trump selbst einen NATO-Beitritt Brasiliens in Aussicht stellte, freilich ohne zu erwähnen, dass das derzeit gar nicht möglich wäre, weil die Erweiterung auf Europa festgeschrieben ist. Eine Luftnummer Trumps mehr.

Bolsonaro verprellt mit seinem Entgegenkommen zwei seiner innenpolitischen Bündnispartner. Das brasilianische Militär hatte immer klar seine Ablehnung eines US-Stützpunktes in Brasilien bekundet. Der Argwohn, dass die USA einen Blick auf den Rohstoffreichtum und die Artenvielfalt des Amazonas geworfen haben, mündete längst vor Trump in Strategiepapiere zur nationalen Verteidigung. Und auch die mächtige Agrarlobby hat kein Interesse an einer Öffnung des eigenen Marktes für unliebsame Konkurrenz, so ganz ohne selbst verbesserten Marktzugang in die USA zu bekommen. Mit seinen Huldigungen an Trump hat Bolsonaro in Brasilien keine Punkte gemacht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!