Raser wurden als Mörder verurteilt

Die Angeklagten hätten sich gegen das Abbremsen entschieden, befand das Gericht

  • Von Marion Bergermann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Landgericht Berlin hat am Dienstagmorgen die beiden Raser zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt. Die mittlerweile 27 und 30 Jahre alten Männer waren in der Nacht zum ersten Februar 2016 bei einem illegalen Autorennen mit teilweise 170 Stundenkilometern durch die Innenstadt und über rote Ampeln gerast. Auf dem Kurfürstendamm hatte eines der beiden getunten Autos den Wagen eines 69-Jährigen gerammt. Noch am Unfallort war dieser gestorben.

An den Eingängen des Verhandlungssaals war der Andrang am Dienstag groß, viele Menschen wollten bei der Urteilsverkündung dabei sein. Im Treppenhaus, das zu einem der Saaleingänge führt, kam es zu lautstarken Diskussionen zwischen Interessierten, die in den bereits vollen Prozesssaal drängten.

Das Gericht sah dann drei Merkmale, die für das Mordurteil sprechen. Es habe sich um »Heimtücke« gehandelt, weil das Opfer arg- und wehrlos gewesen sei, außerdem seien es »niedrige Beweggründe« gewesen du...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.