»Bauer Falgu geht auf den Markt. Eine Geschichte aus Indien«

Vom weisen Schakal und schlauen Frosch

Von Mario Pschera

»Der wunderbarste Platz auf
der Welt«
»Der wunderbarste Platz auf der Welt«

»Es gibt keine bösen Menschen, sagt man, nur böse Taten. Das stimmt. Jeder Mensch hat etwas Gutes in sich. Dieses Gute ist sein gutes Herz. Je gutherziger, desto besser ist der Mensch. Die Grundlagen dafür werden in der Kindheit geschaffen: durch die Zärtlichkeit der Mutter, die Arme des Vaters, die Freunde, die Märchen, die Bücher, die Kinderfilme«, schreibt der ukrainische Schriftsteller und Regisseur Oleg Senzow in seinem Erzählband »Leben«.

»Der Schakal am Hof des
Löwen. Eine moderne
iranische Fabel«
»Der Schakal am Hof des Löwen. Eine moderne iranische Fabel«

Durch den Digitalpakt sollen flächendeckend die Schulen computerisiert werden, um dem gravierenden Leistungsabfall, der steigenden Zahl von Abgängern ohne Abschluss und der wachsenden Bildungsungerechtigkeit entgegenzuwirken. Die Maschine soll richten, was Menschen vergeigt haben. Wie das Magazin »Business Insider« 2018 berichtete, schicken derweil die Nutznießer des mit dem »Digitalisierungspakt« einhergehenden Bedarfs an Hard- und Software ihre Sprösslinge auf computerfreie Schulen, halten ihren Haushalt smartphonefrei, bieten ihren Kindern gut bestückte Schul- und Privatbibliotheken und gehen mit ihnen hinaus, die Natur zu erleben. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Lesen von gedruckten Zeitungen und Büchern einen nachhaltigeren Lern- und Erinnerungseffekt hat als das Konsumieren gleicher Inhalte auf Bildschirmen.

»So war das! Nein, so!
Nein, so!«
»So war das! Nein, so! Nein, so!«

Von dem, was man in der Kinderzeit liest, profitiert man ein Leben lang. Teilen Sie diese Haltung, sind Sie vielleicht nicht trendy, tun aber sich, Ihren Kindern und Enkeln sehr viel Gutes.

»Sonne und Mond: Wie aus
Feinden Freunde wurden«
»Sonne und Mond: Wie aus Feinden Freunde wurden«

Was passiert, wenn »Bauer Falgu auf den Markt geht«, Gemüse und Eier transportiert und die Ladung ins Rutschen gerät? Ein Riesenmalheur - oder, weil Falgu ja schlau ist, ein Riesenfest für alle.

»Land unter im Zoo. Nach
einer wahren Begebenheit in
Georgien«
»Land unter im Zoo. Nach einer wahren Begebenheit in Georgien«

Frosch Boris flieht vor dem Storch und macht sich auf die Suche nach dem »Wunderbarsten Platz auf der Welt«. Doch man will ihn in keinem Teich haben, denn er ist weder Fisch noch Kröte. Also verkleidet er sich als Ente und besiegt gemeinsam mit dem Molch den Storch.

»Josephine«
»Josephine«

Ein Schakal wollte nicht länger andere Tiere töten, um seinen Hunger zu stillen. Also ernährte er sich von Früchten und Körnern. Die anderen misstrauten ihm, doch er wurde in der Einsamkeit gut und weise. Die Tiere suchten seinen Rat, bis der »Schakal am Hof des Löwen« Wesir werden sollte. Sogleich spinnen seine Neider eine Intrige, weil sie um ihre Privilegien fürchten. Der Löwe fällt darauf herein und muss eine bittere Lektion erfahren.

»So war das!«, rief der Bär. »So war das!«, rief der Fuchs. Beide erzählen ihre Version, warum der Turm, erbaut von Bär und Dachs, einstürzte und sie sich in die Haare kriegten. Da fliegen die Fetzen, bis das Eichhörnchen sich einmischt.

Im Reich des Mondes haben alle Geschöpfe weiße Haut, schwarze Haare und blaue Augen. Im Reich der Sonne haben alle Geschöpfe braune Haut, rote Haare und honigfarbene Augen. Doch »Sonne und Mond« konnten einander nicht ausstehen. Warum, wussten sie selber nicht. Sie glaubten bösen Gerüchten, fühlten sich gekränkt, bliesen die Trompete und führten Krieg. Mal siegte die Sonne, mal der Mond. Die Lebewesen litten darunter. Bis ein alter Stern Rat wusste.

Was passiert, wenn die Flut steigt und »Land unter im Zoo« gerufen wird? Dann muss das Nilpferd die Tiere befreien und jeder dem anderen zur Seite springen. Menschen und Tiere helfen sich gegenseitig und lernen einander verstehen.

»Die Weisheit der Lüge« erzählt in Fabeln, Märchen und Gleichnissen vom ewigen Kampf des Menschen um Erkenntnis, von der Unterscheidung zwischen Gut und Böse, davon, wie Feindschaft und Freundschaft entstehen und wie die Schwachen durch Klugheit und Beherztheit den Starken widerstehen können.

Josephine Baker war wohl die berühmteste Tänzerin ihrer Zeit. Geboren in Missouri, war sie in Armut zu Zeiten der Rassentrennung aufgewachsen. Sie ging nach Paris, eroberte die Bühnen. »Josephine« war eine Kämpferin gegen Rassismus, Spionin gegen die Nazis. Sie wurde reich und verarmte wieder, adoptierte zwölf Kinder und stand mit 69 Jahren das letzte Mal auf der Bühne. Ein schöner Einstieg in die Welt des Varietés für Kinder. mps