Werbung

Knochensäge und Atombombe

Philip Malzahn über kurzsichtige Entscheidungen der Trump-Administration

  • Von Philip Malzahn
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mike Pompeo, Außenminister der USA.
Mike Pompeo, Außenminister der USA.

»Wenn man einem Regime nicht mit einer Knochensäge vertrauen kann, sollte man ihnen nicht mit Atomwaffen vertrauen.« Mit dieser Aussage wurde US-Außenminister Mike Pompeo bei einer Anhörung im Kongress am Mittwoch konfrontiert. Der Grund: Die Trump-Administration hat Lizenzen an sechs Firmen verteilt, die den Verkauf atomarer Technologie an Saudi-Arabien legitimieren - im Geheimen, ohne die obligatorische Zustimmung des Kongresses.

Wirtschaftlich geht es um Aufträge in Milliardenhöhe. Politisch will man ein atomares Gelichgewicht in der Region herstellen, denn im Moment verfügt nur der verhasste Iran über ein Atomkraftwerk. Die Ironie liegt darin, dass die Amerikaner das iranische Atomprogramm selbst begonnen haben - 1959 schenkte man dem Land einen Forschungsreaktor. Damals glaubte man, dass das Regime des Schahs, ein treuer Bündnispartner, ewig bestehen würde. Den gleichen Fehler sollten sie bei Saudi-Arabien nicht machen, obgleich Kronprinz Mohammad Bin Salman gerade den treuen Freund spielt. 2018 hatte dieser erklärt, dass sein Land Atomwaffen entwickeln würde, sollte das auch der Iran tun. Was mit diesen Waffen passieren könnte, egal, ob Bin Salman in Zukunft regiert oder nicht, dürfte den Amerikanern überhaupt nicht gefallen. So viel sollte ihnen auch jetzt klar sein.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen