Werbung

Deutschland sorgt für Nachschub

Neues NATO-Kommando nimmt Anfang April in Ulm die Arbeit auf

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

NATO: Deutschland sorgt für Nachschub

»Deutschland wird sich nicht am Krieg gegen den Irak beteiligen.« Mit dieser Zusicherung hatte es Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im September 2002 noch einmal geschafft, die Bundestagswahl zu gewinnen. Doch der »Friedenskanzler« log. Obwohl die Vorbereitung und die Führung eines Angriffskrieges vom Grundgesetz verboten ist, wurde Deutschland zur zentralen Logistik-Drehscheibe für die Truppen- und Waffentransporte in die Golfregion. Alles klappte perfekt, denn die Bundeswehr verfügte noch aus Zeiten des ersten Kalten Krieges über ausreichend Personal, Fähigkeiten und Erfahrungen, um solche Aufgaben zu erfüllen.

Seit dem Ende des Kalten Krieges und nach der Erweiterung des NATO-Raumes bis an die russischen Grenzen gilt Deutschland in den militärischen Planungen nicht mehr als Frontstaat, sondern als »Rear Area«. Also als rückwärtiger Einsatzraum. Im vergangenen Sommer hatte sich die Bundeswehr um ein neu aufzustellenden Kommando für diesen Bereich beworben.»Wir sind auf der Basis unserer langen Erfahrung bestens vorbereitet, dieses Hauptquartier als kraftvollen und sichtbaren Beitrag zur neuen Kommando- und Streitkräftestruktur der NATO einzurichten und aufzustellen«, betonte der Befehlshaber des multinationalen Ulmer Kommandos, Generalleutnant Jürgen Knappe.

Das neue Joint Support Enabling Command (JSEC) nimmt am 1. April in Ulm seine Arbeit auf. Es soll die Verlegung großer Truppenkontingente quer durch Europa organisieren, dafür sorgen, dass Ablösungen und Ersatzmaterial zum geforderten Termin am geforderten Ort zur Verfügung stehen. Auch der Schutz von Transporten obliegt dem Knappe-Kommando.

In friedlichen Zeiten werden in ihm knapp 300 Soldaten aus 19 NATO-Staaten arbeiten. Im Ernstfall kann das Kommando als Dienststelle der Streitkräftebasis auf 600 Frauen und Männer anwachsen. Bis 2020 soll die Truppe, die eng mit dem gleichfalls in der Ulmer Wilhelmsburg-Kaserne stationierten Multinationale Kommando Operative Führung, das auch Einsätze der EU und für die UNO koordiniert, zusammenarbeitet, in einer sogenannten 30-Tage-Bereitschaft verfügbar sein.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen