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Wo man singt

Das Festival Musik und Politik feiert an diesem Wochenende Jubiläum. Ein Versuch, sich an dessen Vorgänger zu erinnern, das Festival des politischen Liedes.

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Es gibt Erinnerungen, die lassen einen nicht los, die kommen immer wieder. Kopfbilder auf Abruf. Kann durchaus sein, dass sie einem einen Streich spielen, das Eingeprägte über die echte Geschichte längst obsiegt hat. Wer weiß das schon so genau.

Also geht man ins Archiv und schaut nach. »Neues Deutschland« vom 17. Februar 1986: »Festival des politischen Liedes mit internationalem Programm eröffnet«, steht da auf der ersten Seite. »Begeisterung für Sänger und Musikanten aus elf Ländern im Palast der Republik«. Natürlich würde heute niemand mehr »Musikanten« sagen, wenn nicht Stadl gemeint ist. Und doch bezeugt das Zentralorgan die Erinnerung: ein staunender Junge, ein bis heute spürbares Überraschtsein, dass da Menschen auf dem Fußboden sitzen, das erste Konzert, gemeinsam mit der Mutter in der Welt der Erwachsenen.

Was der Oktoberklub damit zu tun hatte, dass Pete Seeger dabei war, wie die Bands hießen, Rotdorn aus Potsdam od...


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