Epochenwandel im modernen Japan

Kaiser Akihito tritt ab und Premier Shinzo Abe öffnet Arbeitsmarkt für Ausländer

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der April ist aus zweierlei Gründen beispiellos für das moderne Japan: Zum einen wird Ende des Monats mit Akihito erstmals ein amtierender Kaiser zurücktreten. Sein Sohn, Prinz Naruhito, wird am 1. Mai den Thron besteigen. Der Übergang begann formell an diesem Montag mit der Verkündigung des Namens des neuen Zeitalters: »Reiwa«, was etwa »gut, harmonisch, friedlich« bedeutet.

Zum anderen traten am Montag auch zwei neue Arbeitsvisa-Regelungen für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt in Kraft. Mit denen will die Regierung in den kommenden Jahren Hunderttausende Gastarbeiter ins Land holen. »Ich will eine Gesellschaft und ein System realisieren, so dass Ausländer in Japan arbeiten und wohnen wollen«, sagte Premier Shinzo Abe. Damit vollzieht der japanische Regierungschef, der Immigration bisher skeptisch gegenüberstand, unter dem Druck der Industrie zumindest eine kleine Kehrtwende. Der Begriff »Einwanderung« wird von der Regierung ve...


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