Vergangenheit, die nie vergeht

Eine Sonderausstellung in Berlin erinnert an die NS-Verstrickung des Reichsarbeitsministeriums

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Löblich, wenn auch reichlich spät: Im Auftrag des Bundestages und des Bundeskabinetts stellen sich seit einigen Jahren Bundesministerien und Behörden ihrer NS-Vergangenheit. Den Auftakt gab das Auswärtige Amt, gefolgt von Justiz-, Finanz- und Landwirtschaftsministerium, BKA und BND. An die zwanzig staatliche Institutionen haben ihre Verstrickung in die Verbrechen der Hitlerdiktatur aufgearbeitet oder damit begonnen.

Am Dienstag unterbreitete nun in Berlin auch die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2013 eingesetzte unabhängige Historikerkommission ihre Erkenntnisse und Ergebnisse, wobei von einem Abschluss der Forschungen nicht die Rede sein könne, wie deren Sprecher Alexander Nützenadel meint: »Sie werden nie beendet sein.« Ein Novum: Erstmals werden die Resultate der behördlich bestallten Wissenschaftler sogleich per Ausstellung präsentiert. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, stellte hierfür ge...


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