Neue Uniklinik für 1,5 Milliarden Euro

Die Medizinische Hochschule Hannover ist marode / Für den Nachfolgebau sollen Kleingärten plattgemacht werden

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Trotz blauen Frühlingshimmels ziehen über einem großen Kleingartenareal im Norden Hannovers dunkle Wolken auf. Losgeschickt hat sie Niedersachsens Landesregierung in Gestalt der Entscheidung über den Standort der künftigen Medizinischen Hochschule (MHH). Sie soll dort entstehen, wo zurzeit noch Obstbäume blühen und Laubenpieper sich erholsame Stunden gönnen. Baubeginn ist voraussichtlich 2021. Noch haben die Schrebergärtner also Zeit, sich von ihrem Freizeitdomizil zu verabschieden, wohl mit Wehmut.

Gern verabschieden dagegen werden sich vermutlich die Beschäftigten der MHH von ihrem derzeitigen Arbeitsplatz, sobald die neue Uniklinik, die unweit der alten Hochschule in sieben bis zehn Jahren fertig gebaut werden soll. Denn an der MHH, die 1971 in Betrieb genommen wurde, hat kräftig der Zahn der Zeit genagt. Fassaden ähneln heruntergekommenen Plattenbauten, Fenster sind undicht, und bei Brandschutz und Elektrotechnik gebe es Sicherheits...

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