Vorne rein, hinten raus

Die Berliner Kanalisation hat wenig mit den Bildern zu tun, die man aus Hollywoodfilmen kennt. Statt riesiger Gewölbegänge gibt es fast nur fußballgroße Rohre. Ein Besuch.

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Mit riesigen Gummistiefeln in einem riesigen Gewölbe durch kniehohes Schmutzwasser waten, umspült von Klopapier und Scheißestückchen. Um Fettklumpen zu entfernen und feuchtes Toilettenpapier rauszufischen, das sich schlecht zersetzt. Am Rand rennen quiekende Ratten herum. Der Alltag eines Kanalarbeiters? Eher nicht.

Über eine steinerne Treppe geht es in den Untergrund. Dort erstreckt sich ein riesiges Gewölbe, mehrere Gänge zweigen ab, ein Rinnsal läuft über den Boden. Irgendwo tropft es. Ein Mann versteckt sich in einer Nische, ein anderer läuft suchend durch einen der Gänge, eine Pistole in der Hand. Irgendwann eine Leiter, er steigt hinaus und rettet sich durch den Gully in die Freiheit. Ein realistisches Bild der Kanalisation? Auch eher nicht.

Berlin-Zehlendorf, eine ruhige Straße mit Einfamilienhäusern, 7 Uhr morgens. Stephan Mann steckt in einem weißen Anzug. Er zieht sich das Gummiband einer Atemmaske über den Hinterko...

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