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Abenteuer mit sehr gewissem Ausgang

Die D-Mark wird’s richten? Wie ein Experiment neoliberaler Wirtschaftspolitik alternative Reformhoffnungen in der DDR zunichtemachte

  • Von Mandy Tröger
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Die »soziale Marktwirtschaft hat sich als ganz gewöhnlicher Kapitalismus entpuppt«. Mit diesen Worten entließ Hans Modrow Ende 1992 die Leser*innen des »Offenen Blattes« ins neue Jahr. Die in dem Grußwort zum Ausdruck kommende Desillusionierung des Reformers und kurzzeitigen DDR-Staatsoberhauptes kam nicht von ungefähr.

Als »redlicher Verwalter« des frühen »Übergangsprozesses in der DDR«, wie ihn die Grünen-Politikerin Antje Vollmer einmal nannte, hatte Modrow aus nächster Nähe erlebt, wie machtpolitische Interessen der Bundesregierung reformorientierte Initiativen der DDR im Keim erstickten. Die Regierung Kohl setzte auf die D-Mark und einen freien Markt. Mit katastrophalen Folgen für ganz Deutschland.

Kritiker – sowohl in der BRD als auch in der DDR – wurden als Verräter des Einheitsgedankens ignoriert. Hans Modrow war Zeuge aus nächster Nähe und wurde scharfer Kritiker der Einheits- und Wirtschaftspolitik Kohls.

Im He...


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