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Kritiker der Weltbank wird ihr neuer Chef

Trump-Vertrauter tritt am Dienstag sein Amt an

Washington. Ein scharfer Kritiker der Weltbank wird ihr neuer Präsident. Der bisherige Staatssekretär im US-Finanzministerium, David Malpass, wurde am Freitag zum 13. Chef der Institution ernannt. Er werde sein Amt nach »offenem und transparentem« Nominierungsverfahren am Dienstag antreten, teilte die Weltbank mit. Malpass war einziger Kandidat.

Der Vertraute von US-Präsident Donald Trump war bislang als Kritiker aufgefallen. Weltbank und IWF gäben »viel Geld« aus und seien »nicht sehr effizient«, sagte der frühere Wall-Street-Ökonom im Jahr 2017 vor dem US-Kongress. Die Kreditvergabepraxis sei »oft korrupt«. Zudem hatte er gefordert, Länder wie China »neu einzustufen« und ihnen weniger Kredite zu geben. In letzter Zeit hatte er jedoch mildere Töne angeschlagen. Er fühle sich der Aufgabe der Weltbank verpflichtet, die Armut in der Welt zu bekämpfen. Zudem hätten Reformen viele seiner Kritikpunkte aufgegriffen.

Kritiker sprechen dem 63-Jährigen die nötige Qualifikation für den Spitzenposten bei der Weltbank ab. Auch habe er die weltweite Finanzkrise nicht kommen sehen. Zu der Zeit war er Chefökonom der Investmentbank Bear Stearns, bis diese zusammenbrach. In Beiträgen spielte er die Probleme auf dem US-Immobilienmarkt herunter. AFP/nd

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