Die Diskriminierung von Roma hat sich deutlich verschärft

Andrea Wierich von der Organisation »Amaro Foro« spricht über die Probleme der Minderheit und über den Aktionsplan des Landes Berlin

  • Von Claudia Krieg
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Zum Romaday, dem Roma-Tag, meldete »Amaro Foro« im vergangenen Jahr einen alarmierenden Anstieg bei antiziganistischer Diskriminierung in Berlin. Wie sieht es in diesem Jahr damit aus?

Ähnlich wie im vergangenen Jahr. Derzeit beschäftigt uns das geplante Gesetz gegen »Schwarzarbeit und Sozialmissbrauch«. Damit sollen EU-Bürger, die nicht erwerbstätig sind, unter anderem vom Kindergeldbezug ausgeschlossen sein - von SGB II-Leistungen sind sie es bereits. Dabei beobachten wir bereits jetzt, dass diese Gruppe beim Kindergeldbezug unnötigen Schikanen ausgesetzt ist. Seit Jahren werden Anträge »mit Auslandsberührung« in anderen Städten bearbeitet, von einer Stelle, die nicht ausreichend besetzt ist. Durchschnittlich eineinhalb Jahre dauert es, bis eine Zahlung erfolgt. Bei Inländern dauert es sechs bis acht Wochen. Hier muss man klar machen: Es sind EU-Bürger. Das ist ein klarer Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der EU. Unse...

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